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Der Beitrag 2018 – Auf zu neuen Ufern erschien zuerst auf Trifugee e.V..
]]>Nun, ein Problem bei der Sache gibt es aber: Flo fühlt sich auf der Langdistanz (3,8km swim -180km bike – 42km run) zu Hause, und Jannis hatte sich bisher maximal an Mitteldistanzen (in der Regel die Hälfte der Langdistanz) rangewagt. Also, zusammen eine Mitteldistanz und Flo danach die Lange? Irgendwie dachte ich, ich könnte ja….Na gut! Ich habs getan. Flo und ich gehen zusammen bei der Datev Challenge Roth an den Start. Jeder der Triathlon kennt, und sich irgendwie schonmal daran versucht hat, weiß was das bedeutet. Das Wacken des Triathlons, 226km pure Emotion. Die ganze Region brennt für dieses Event.
Für alle die sich das Ganze nicht vorstellen könne, hier ein Video…
Ich bin schon total gespannt. Für mich wird natürlich die Distanz an sich eine Herausforderung. Flo, der bei seiner dritten Langdistanz startet, setzt sich ein für ihn ambitioniertes Zeitziel.
Um euch das Warten bis zur Zusammenkunft der TriathlonUltras zu versüßen, werden wir euch mitnehmen auf die Reise unserer Vorbereitung. Ab dem 1.11. gilt es für uns sich acht Monate nur auf diesen einen Tag vorzubereiten. Wir werden hierbei mit Sicherheit einige tolle Höhepunkte erleben, wir werden aber auch mit Sicherheit zwischendurch schwierige Phasen erleben. Mit euch an unserer Seite und unserer gegenseitigen Motivation, werden wir aber ständig dem 01.07. entgegenfiebern.
Wir bedanken uns hier schonmal bei Jorge-Sports, der uns in sein Coaching-Programm aufgenommen hat.
Alles weitere dann die Tage. Genießt den Feiertag,
liebe Grüße
Jannis + Flo
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]]>Der Beitrag Swim Run Allgäu – Unser Rennbericht erschien zuerst auf Trifugee e.V..
]]>Vor ca. einem Jahr meldeten wir uns aus reinem Spaß beim SwimRun im Allgäu an. Ohne Ambition und ein netter Saisonsausklang gepaart mit zwei drei Tagen Allgäu, so sollte sportlich unser gemeinsames Jahr enden.
Im Laufe der Zeit und nach einigen Videos wurde uns allerdings klar: Es wird doch kein Zuckerschlecken. Die Temperaturen des Rotach- und Grüntensees wurden mit knapp unter 15 und knapp unter 13 Grad angekündigt und wir waren einig: Das wird verdammt kalt. Da wir beide so leidenschaftliche Schwimmer sind, haben wir auf das spezifische Training im voraus einfach gänzlich verzichtet. Laufen sollte ja vor allem Jannis zwei Wochen nach dem Marathon keine Probleme bereiten.
Nun gut: Donnerstags ging es bereits ab ins Allgäu. Einfach noch ein zwei Tage gemütlich abhängen, ein bisschen Wandern und die Seele baumeln lassen. Freitags waren wir also ein wenig auf dem Breitenberg entschieden uns allerdings auf Grund Nebel und Schnee nicht zu übertreiben, sondern nahmen gemütlich in der Berghütte Platz und genossen erstmal gemütlich ein Helles.

Zum früheren Nachmittag ging es dann nach Oy-Mittelberg zum RaceBriefing. “Swim-Run”-Allgäu erklang es aus dem Lautsprecher und alles wurde angerichtet. Inklusive einer Portion Käsespätzle als PastaParty. Babara, quasi der Head of SwimRun schilderte uns die Temperaturen 14 Grad im Rotachsee und knapp unter 12 im Grüntensee. Ohje.
Natürlich freuten wir uns trotzdem und überlegten noch nach einer Renntaktik. Der erste Abschnitt bestand aus 8,8km laufen, anschließend warteten 3 Schwimmpassagen à 250 und zwei mal 900 Meter immer unterbrochen von einer kurzen Laufstrecke. Hatte man dies hinter sich durfte man erneut 7 km Laufen und nochmal kurz hintereinander drei Schwimmstrecken à 900, 50 und 250m bestreiten.

Das erste mal Laufen im Neoprenanzug führte dazu, dass wir unsere Taktik “im gemütlichen 5er Schnitt anlaufen” ca. 1:30 auf 6:30er Pace mit bergan gehen wechselten. Währen Flo mich fragte, ob mir auch der Schweiß aus dem Ärmel läuft entgegnete ich bereits nach ca. 4km “das ist das härteste, was ich jemals erlebt habe.” Laufen im Neo? Hab ich mir leichter vorgestellt. Die Wärme staut sich doch ganz ordentlich und auch die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt und führt dazu, dass das Ganze deutlich anstrengender wird. Der Schweiß tropft schnell aus den Ärmeln und auch die Badekappe muss ich schnell wieder los werden…
Am Wasser angekommen, starteten wir mit Bravur in den ersten Schwimmabschnitt. Während einige an uns vorbeizogen , mussten wir erstmal unsere Verbindungsleine entknoten.
Nicht nur die Leine ist verknotet. Beim langsamen Einstieg ins Wasser vergesse ich zunächst den Neo zu schließen. Dann die Schwimmbrille aufzusetzen und schließlich auch noch den Pullbuoy. Nach Schilderung unserer zwei treuen Fans (Danke Löni und Luke für den Support vor Ort!) sind wir mit weitem Abstand die Langsamsten beim ersten Schwimmeinstieg… Oh Mann!

Die ersten 250 Meter waren “schnell” geschwommen und so schlimm fühlte man die Kälte eigentlich garnicht. Dies war jedoch nach dem dritten Schwimmabschnitt zumindest für Jannis vorbei. Jannis wurde von den Organisatoren erstmal in eine Rettungsfolie eingepackt, dass er endlich aufhörte zu zittern. Beim ersten Schwimmabschnitt bin ich zunächst geschockt von der Kälte, gewöhne mich aber dann erfreulicherweise recht schnell daran. Der zweite und dritte Abschnitt gehen für mich dann von den Temperaturen einigermaßen. Beim Schwimmen fühlt sich die Kälte nur an Stirn und Füßen unangenehm an. Allerdings (hört sich blöd an bei nem See, ist aber so) stört mich der Wellengang gewaltig. Durch den Wind ist das Wasser wirklich unruhig und ich fühle mich wie ein

Schlauchboot im Sturm. Nach dem dritten Abschnitt im Rotachsee merke ich die Kälte und wie sie an meinen Kräften zehrt. Der Ausstieg gestaltet sich dementsprechend wacklig… Am Ausstieg gibt es dann warme Getränke und Brühe. Ich schaue Jannis an und erschrecke wie er am ganzen Körper zittert. Nach einigen kritischen Blicken der Sanitäter und einigen Minuten in der Rettungsfolie wird aber recht schnell klar, dass es weiter gehen kann.

Also weiter geht’s: Die nächsten 7km liefen sich vergleichsweise entspannt, so war doch jeder Teilnehmer froh, dass wir wieder etwas wärmer bekamen. Nun sollte der Grüntensee mit seinen knapp unter 12 Grad folgen. Während wir uns beide einig waren, dass nur noch kurze Schwimmstrecken kommen und wir es bald geschafft haben, erwartete uns bereits wieder eine 900m Schwimmstrecke. Während Flo mit seiner Schwimmbrille zu kämpfen hatte, bettelte ich ihn an, dass wir uns nicht zu lange im Wasser aufhalten, da es doch erheblich kälter war als der erste See und ich nicht schon wieder halb erfrieren wollte. Kurzum: Für mich (Jannis) war es furchtbar. Ich zitterte bereits beim Schwimmen und habe noch nie so gerne das Ufer beim Freiwasserschwimmen erreicht wie dieses mal. Als wir raus kamen wussten wir auch warum : “8 Grad ist auch Brutal” sagte uns die Rettungswache. Antworten konnten wir nur schwer, da unser Gesicht wie gelähmt war. Wir bekamen heisses Wasser über Füße und Hände gekippt und machten uns relativ schnell und nur nach einer kurzen Pause weiter. Noch ca. 3km Laufen und nur noch 300 schwimmen. Beim Einstieg in den zweiten See wird mir direkt klar: Verdammt, jetzt wird es wirklich kalt. Ich versuche meine Stirn gegen die Kälte zu schützen und ziehe meine Badekappe extra tief ins Gesicht. Super Idee eigentlich. Blöd nur dass dadurch Wasser in meine Schwimmbrille läuft. Einige Male muss ich mitten auf dem See stoppen und das Wasser aus meiner Brille befördern. Jannis schreit mich an, ich solle mich beeilen. Also schnell weiter. Problem nur dass meine Brille jetzt komplett beschlägt und zusätzlich die Sonne sehr tief steht und mich blendet. Ohne jede Orientierung versuche ich in die richtige Richtung zu schwimmen und als Vordermann Jannis am Seil zu “führen”. Ich war wohl noch nie so froh das Ufer bei einem Schwimmen zu erreichen wie hier. Die Kälte ist kaum zu beschreiben. Ich fühle mich völlig entkräftet, kann Finger, Füße und Gesicht kaum spüren. Sprechen fällt mir schwer. Die netten Freiwilligen am Rand retten uns mit heißen Getränken und heißem Wasser auf unseren Körpern.

Bei der vorletzten Schwimmstrecke wären Flo und ich wahrscheinlich schneller außen herum gelaufen, allerdings ist dies ja verboten. Also Augen zu und durch. Noch ein kurzer Landgang (ca. 400m) ein letzter Schwimmabschnitt und wir freuten uns riesig das Ziel nun endlich fast vor Augen zu haben. Nach 4:26:xx erklimmten wir den letzten Anstieg und kamen sichtlich gezeichnet im Ziel an. Es war der Wahnsinn. Wir sind uns beide einig, dass es extrem hart war, dennoch muss es nicht das letzte mal gewesen sein! Wow, das war wirklich hart. Völlig zerstört kommen wir im Ziel an! Die Ankunft im Ziel ist dann, wie eigentlich das ganze Event, wirklich etwas Besonderes. Wo erwarten einen schon die Organisatoren und Rennleiter mit Handtüchern im Ziel und empfangen einen mit einer Umarmung? Insgesamt können wir die Veranstalter nur für ein tolles Event loben! Super organisiert, sehr familiäre, nette Stimmung. Hilfsbereite, freundliche Helfer am Streckenrand. Wir kommen gerne wieder… Vielleicht ja schon im nächsten Jahr. 
Insgesamt ein toller Saisonausklang. Toll, dieses erste Trifugee Jahr mit einem Teamevent zu beenden. Ein Wettkampf der uns beide an unsere Grenzen gebracht hat. Und bei dem wir uns gemeinsam ins Ziel gekämpft haben. 
Die Tage kommen nun noch News, wie wir das nächste Jahr planen. Sowohl sportlich, als auch organisatorisch. Wie immer vielen Dank für eure Anteilnahme!
Liebe Grüße
Jannis + Flo
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]]>Der Beitrag Berlin Marathon – Jannis Rennbericht erschien zuerst auf Trifugee e.V..
]]>Wie bereits in meinem Vorbericht angekündigt, bin ich ohne große Ambitionen und mit einem recht schmalen Trainingsprogramm an den Start gegangen. In meinem Kopf liebäugelte ich natürlich schon mit Optimal-Zielen und hatte ein paar klassische “Was wäre-Wenn”-Strategien im Kopf. Was ich allerdings nicht im Kopf hatte: Morgens beim Frühstück zu merken, dass ich ja doch nicht in der zweiten Startwelle, sondern noch mit der ersten starten werde. Das brachte meinen Puls bereits auf den Status “aufgewärmt”, was gibt es schlimmeres als Stress am Wettkampfmorgen. Also schnell alles eingepackt und im lockeren Trabtempo bereits zur S-Bahn gelaufen. Wirklich erleichternd, wenn man den Materialaufwand zwischen einem Marathon und einem Triathlon vergleich. Schuhe Trikot und Hose, Verpflegung, Startnummer – fertig!
Am Startplatz angekommen hatte ich trotz allem noch ca. 45 Minuten Zeit und konnte noch in Ruhe den letzen Toilettengang hinter mich bringen. Hier auch das einzige Manko. Während die Abholung der Startnummer und die ganze Registrierung und Messe wahnsinnig gut organisiert ist, herrscht morgens absolutes Chaos auf dem Start Gelände. Abgesehen davon ist der Berlin-Marathon ein Muss für jeden, der einmal die 42,195 km hinter sich bringen möchte.
[See image gallery at www.trifugee.de]So also ab in den Startblock, auf das Aufwärmen habe ich verzichtet, da das angepeilte Tempo eh nicht sonderlich weit über meinem Grundlagentempo lag. Endlich ging es los. Nach einem KM schaute ich auf die Uhr und war trotz des Gedrängels erstaunt, dass ich bereits ein Sub4 (Marathon unter 4 Stunden) -Tempo laufen konnte. Wie mir bereits bekannt, ist die erste Hälfte eines Marathons rein von der Herausforderung her fast langweilig. In Berlin war das allerdings anders. Damals in Köln dachte ich bereits, die sind alle Jeck, aber die Berliner haben Stimmungsmässig da nochmal ordentlich einen draufgesetzt.
Durch mein Marathon-Minimal-Training war ich erstaunt, wie gut sich alles anfühlte, meine KM lief ich wie ein Uhrwerk recht konstant und meine Herzfrequenz pendelte sich bei gerade mal 82% ein. Super! Da bleiben die Muskeln versorgt und alles ist spitze. Die Halbmarathon-Marke bei 1:57:32 passiert, dachte ich, heute brennt nichts an.
Km 28 kam dann die erste kurze Down-Phase und ich dachte daran bei km 30 oder kurz danach kurz zu gehen. Schaute ich allerdings auf meine Zeiten gab es dafür keinerlei Gründe. Im Gegenteil. Und das war genau auch das Problem. Wie von einer Tarantel gestochen erhöhte ich meine Pace um ca. 20 Sekunden pro Kilometer, was sich bereits nach 2 km bemerkbar machte. Es gab direkt einen Krampf, mein Puls war zu hoch und damit einhergehend kam auch direkt das nächste gedankliche Tief. Ab hier musste ich kämpfen. Nur noch 10 Kilometer! Irgendwie bis Kilometer 36,2 geschleppt durfte ich die Stimmung vom RedBull HotSpot aufsaugen, und konnte mich für die letzten Kilometer nochmal mit RedBull-Schorle (normalerweise widerlich und Energy-Getränke sind überhaupt nicht mein Ding) stärken. Flügel wuchsen mir dadurch keine mehr, aber ich konnte weitestgehend durchlaufen. Bei Kilometer 40,x rief Daniel mir noch gut zu, und ich wusste zumindest das Finish wird mir keiner nehmen. Ich versuchte mit allen Mitteln die Zeit unter 4h zu drücken, aber sobald ich schneller wurde bekam ich direkt Krämpfe in die linke Wade. Also einfach nur noch den Zieleinlauf “genießen”. Das Brandenburger Tor durchquert, trennten mich noch ca. 500 Meter zum verdienten Zieleinlauf.
4:02:39 stehen auf der Uhr und für mein Training bin ich voll zufrieden. Schaue ich auf meine Kilometer der letzten Wochen zurück, kann ich sagen, dass ich den Marathon fast “einfach mal so” gelaufen bin, ohne auch nur einen Hauch spezifischer Vorbereitung zu absolvieren. Die Grundlagenausdauer scheint also durch das Triathlon Training durchaus vorhanden zu sein. Nun heißt es regenerieren. Unser krönender Abschluss findet am 7. Oktober im Allgäu statt. Der Swim-Run steht vor der Tür. 23 Kilometer mit 650 Höhenmetern laufen und zwischendurch insgesamt 3,7 Kilometer Schwimmstrecke bewältigen. Das alles bei einer Wassertemperatur von 12-14°C.
Vielen Dank wie immer für eure Anteilnahme! Sowohl online als auch persönlich. Und vielen Dank an meine Gastgeber-Familie Maren, Daniel und Carlchen, es war wie immer ein Genuss mit euch.
Bis Bald
Jannis
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]]>Der Beitrag Marathon Woche – es ist angerichtet. erschien zuerst auf Trifugee e.V..
]]>Während die erste Woche noch nach Plan lief, war die Motivation bereits in der zweiten total am Boden. Reines Lauftraining ist absolut nicht mehr mein Ding. Das Wetter in Hamburg tut da auch nicht sein bestes dazu. Also habe ich mich vom Druck befreit und lief die letzten zwölf Wochen einfach nach Lust und Laune. Ein paar längere Läufe, viele kürzere bis hin zur Halbmarathondistanz. Immerhin sind im Schnitt doch 40-50km die Woche zusammengekommen, dies ist zwar in Anbetracht einer Richtigen Marathonvorbereitung wenig, aber es ist ja nicht so, als ob der Rest des Jahres nichts gemacht wurde. Ich bin mir auch jetzt bereits sicher, dass das Herz-Kreislaufsystem bestens vorbereitet ist. Muskulär weiß ich allerdings nicht was passieren wird.
Aus diesem Grund verfolge ich folgendes Ziel:
Ich will das Event erleben. Ein geiles Rennen, und das beste aus meinem Training rausholen. Dabei aber nicht überziehen, lieber am Ende konstant bleiben und nicht Wandern.
Da die Saisonvorbereitung für nächstes Jahr bereits im November beginnt, war es super das Training nach Lust und Laune zu gestalten und nicht nach einem starren Plan. Jetzt bin ich auch bald wieder bereit alles auf ein Ziel auszurichten. Welches das sein wird, wird euch demnächst verkündet!
Nächste Woche wird relaxt und dann kommt unser zweites gemeinsames Saisonhighlight, was zumindest sportlich für uns auch der Ausklang einer ersten wunderbaren Trifugee-Saison bedeutet. Vielen Dank für eure Anteilnahme.
Zum Abschluss noch ein kleines Video des Berlin-Marathons. Die Vorfreude steigt. Samstags werde ich mich nach erfolgreichem Check-In vor Ort melden!
Bis dann
Jannis
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]]>Der Beitrag Ironman 70.3 in Luxembourg: Jannis Rennbericht erschien zuerst auf Trifugee e.V..
]]>Das Training lief an sich immer gut, allerdings musste ich hier und da kurze Pausen einlegen (Erkältung, Masterarbeit, was halt so anfällt). Flo und ich sind bereits Freitags nach Nennig zum Moselcampingplatz im Dreiländereck gefahren. Dadurch hatten wir viel Zeit alles vorzubereiten und mussten uns keinen Stress mit der Abholung der Startunterlagen oder ähnlichem machen. Samstags stand dann nur noch der Bike Check-In und die Wettkampfbesprechung auf dem Plan.
Und schon war es Sonntag: 5:45 der Wecker klingelte ein erstes Mal. Die Nacht war kurz, da gegenüber, auf der anderen Seite der Mosel recht laut gefeiert wurde. Egal. Bring ja alles nichts. Also aufstehen, Frühstück reinquälen, Trikot an, Vaseline und SkinProtect an die wichtigsten Stellen, dreimal überprüfen, ob man auch alles hat und ab rüber zur Wechselzone. Hier noch einmal den Weg zum Rad ablaufen und dann auch schon ab ins Freibad zum Einschwimmen.
[See image gallery at www.trifugee.de]Nun aber zum Wettkampfgeschehen:
Schwimmen erfolgte dieses Jahr im Rollingstart. Alle drei Sekunden wurden vier Athleten auf die Reise geschickt. Dies hat den Vorteil, dass das Schwimmen recht entspannt verläuft und nicht der typischen Waschmaschine ähnelt. Schwimmen, meine unbeliebteste Disziplin, war wirklich entspannt. Ich habe mich bewusst zurückgehalten, da ich beim Schwimmen eigentlich nur verlieren kann. Nach 36 Minuten und 32 Sekunden war ich bereits aus dem Wasser (geplant waren so 40-45) und rannte voller Euphorie Richtung Wechselzone. Hier verlief bis auf einen Krampf in der Wade beim Neo ausziehen alles reibungslos.
Drei Minuten später saß ich bereits auf dem Rad. Auch hier lief es erstmal hervorragend. Ich hatte Geschwindigkeiten auf meinem Display, die letztes Jahr noch nicht greifbar waren. Die Radstrecke ist landschaftlich wirklich schön, und auch die knapp 600 Höhenmeter ließen sich gut bewältigen. (Wenn sie auch recht zentral erst nach 36 km beginnen). Langsam merkte man auch, dass es richtig warm wurde. Das Thermometer in einem Ort zeigte 30°C an, wobei es auf dem Fahrrad zumindest gefühlt noch keine Rolle spielt. Nach 3:04:56 durfte ich vom Rad absteigen. Dies entsprach einem Schnitt von 29,64 km/h. Froh meine Familie und meine Liebsten zu sehen ging es wieder in die Wechselzone. Helm und Radschuhe wurden gegen Stirnband und Laufschuhe getauscht. Noch einmal mit Sonnencreme nachlegen und dann ab.
“Nur noch ein Halbmarathon”. Aus der Wechselzone raus fühlte sich alles Prima an. Nach drei Kilometern und einer mittlerweile wirklich abartigen Hitze war allerdings recht schnell klar, dass hier heute auf der Laufstrecke nichts zu holen ist. Kurz gesagt: Es war die reinste Qual! Der aufgeheizte Asphalt von unten, die Sonne von oben. An der Verpflegungsstelle gab es neben den üblichen Sachen wie Wasser, Iso, Energy, Cola und Gel auch jemanden der die Teilnehmer mit einem Gartenschlauch duschte um zu kühlen. Ich war fix und fertig. Zwischendurch musste ich teilweise auch gehen. Immer wieder rechnete ich im Kopf was ich machen muss, das Sub 6 möglich ist. Bei km 20 war klar: Jetzt einfach laufen nicht mehr gehen und es könnte möglich sein. Also ein Schluck Energy bei der letzten Verpflegungsstelle, zusammenreißen und mit letzter Kraft Vollgas!
Die Belohnung gab es viereinhalb Minuten später: 5:58:58.
Ich denke, auch wenn es mein Bericht ist, kann ich eine Sache auch aus Flos Augen sagen:
Danke an alle, die uns auf dem Weg bis hierhin bereits begleitet haben! Danke an unsere Supporter an der Strecke, an die Kilometer Paten und alle sonstigen Spender und an unsere Liebsten, dass ihr uns diesen Sport so leben lässt!
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